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Das Berufsbild des Jagdaufsehers

In unseren Breiten hing die Jagd ursprünglich eng mit  der Ernährung zusammen. Das Gefühl jagen zu müssen, lässt sich zwar verdrängen, aber es lässt sich nicht ausschalten. Warum auch? Doch jedes Tun und lassen im jagdlichen Bereich unterliegt heute geschriebenen und ungeschriebenen Regeln und Gesetzen . 

Die strikte Einhaltung und Beachtung der naturgebundenen und menschlichen Gesetze und Ordnungen durch die Jägerschaft,  (Ausnahmen und schwarze Schafe mag es auch hier geben) hat uns allgemeines Ansehen eingebracht.

 


Des Jägers Fürsorge für Wild und Natur hat ihn mehr und mehr in den Vordergrund als Bewahrer hoher Werte für die gesamte Bevölkerung gelten lassen und so, vielleicht zunächst ungewollt, später aber bewusster unsere Heimat zu einer Naturschutzinsel in Europa gemacht.Mögen auch in letzter Zeit die Gegner der Jagd und damit der Jäger verstärkt zum Angriff blasen, so sei ihnen gesagt, dass jagen längst nicht mehr nur eine persönliche Liebhaberei ist, die es erlaubt nach Lust und Laune zu schießen, wann immer es gefällt.

Seit vielen Jahrzehnten, und in unserem demokratischen Land insbesondere, hat der Gesetzgeber der Jagdausübung klare Grenzen gesetzt. Es gibt bei uns keine Jagdausübung ohne Gesetze, Verordnungen, Anweisungen und Beschränkungen.Das Landesjagdgesetz legt jedem Jagenden hohe Verpflichtungen auf die von Zeit zu Zeit umfassender werden, die der Jäger mit Einsicht und Verständnis ausführt und erfüllt.

Man kann mit Fug und Recht sagen, dass es der Jäger ist, der wie keine andere gesellschaftliche Gruppe gesetzestreues Verhalten praktiziert, von wenigen Ausnahmen abgesehen.


 

Unser Landesjagdgesetz besagt, dass das Jagdrecht die ausschließliche Befugnis ist, auf einem bestimmten Gebiet wildlebende Tiere die dem Jagdrecht unterliegen zu hegen, auf sie die Jagd auszuüben und sie sich anzueignen.

Mit dem Jagdrecht ist die Pflicht zur Hege verbunden. Die Hege hat zum Ziel die Erhaltung eines den landschaftlichen und landeskulturellen Verhältnissen angepassten artenreichen und gesunden Wildstandes sowie die Pflege und Sicherung seiner Lebensgrundlagen.Die Hege muss so durchgeführt werden, dass Beeinträchtigungen einer ordnungsgemäßen Land- und forstwirtschaftlichen Nutzung, insbesondere Wildschäden, möglichst vermieden werden.

 

Zur Erfüllung dieser Aufgaben sieht unser Jagdgesetz auch die Institution des Jagdaufsehers vor.Die amtliche Bestätigung ist davon abhängig, dass der Bewerber die vom Gesetz vorgeschriebene Jagdaufseherprüfung bestanden hat, die aus einem schriftlichen und einem Mündlichen Teil sowie aus einer Schießprüfung besteht. Der Gesetzgeber sieht für den Jagdausübungsberechtigten, der Pächter eines Revieres oder Eigenjagdbesitzer sein kann, nicht nur das Recht des Jagens und die Pflicht zur Hege vor, sondern verlangt von ihm auch, für den Jagdschutz zu sorgen.

Nach näherer Bestimmung insbesondere den Schutz des Wildes vor Wilderern und Futternot, Wildseuchen, vor wildernden Hunden und Katzen so wie vor Raubwild. Auch die Sorge für die Einhaltung des, der zum Schutze des Wildes und der Jagd erlassenen Vorschriften obliegt ihm und im gleichem Maße dem vom Gesetzgeber vorgeschriebenen und von der Behörde unter Eid gestellte Jagdaufseher.

 


In der Regel versieht der Jagdaufseher seinen Dienst nebenberuflich oder ehrenamtlich. Die Bestimmung über die Haltung von Jagdhunden wurden im Tiroler Jagdgesetz 1983 neu geregelt und sieht nicht mehr für jedes Revier einen geprüften Jagdhund vor. Es ist aber aus Gründen der Weidgerechtigkeit erforderlich, für jedes Revier einen auf Schweiß abgeführten Hund zu halten. Das Abführen eines solchen Hundes erfordert viel Geduld und ein hohes Maß an

 

Fachwissen. In Anbetracht all dieser Aufgaben des Jagdaufsehers ist eine gute Ausbildung unbedingt erforderlich. Neben dieser Ausbildung ist es unerlässlich, sich um eine umfangreiche Fortbildung zu bemühen. Der sich in der letzten Zeit stetig steigernde Besucherstrom in unsere Reviere, gefördert durch die Öffnung des Waldes, führt zu ungewollten und oft auch gewollten Störungen des Wildes und des Jagdbetriebes. Hier ist fundiertes Fachwissen, aber auch Fingerspitzengefühl und Menschenkenntnis erforderlich und angebracht, da nur überzeugende Argumente auf die Dauer Abhilfe versprechen. Das schließt nicht aus, dass unbelehrbare, den für ihr Fehlverhalten vorgesehene Denkzettel erhalten.

 

Hier kann jeder Jagdaufseher an Ort und Stelle Aufklärung leisten, denn in vielen Fällen führt Unkenntnis der gesetzlichen Bestimmungen zum Fehlverhalten manchen Waldbesuchers. Der heutige Jagdaufseher ist also kein „Pürschsteigputzer“ sondern ein jagdlicher Allroundkenner, der stets schnell und umfassend über alle gesetzlichen Vorschriften und Neuerungen in seinem Aufgabengebiet unterrichtet ist und seine praktischen Fähigkeiten laufend verbessert. Hierbei findet er Unterstützung bei dem Tiroler Jagdaufseherverband.